Heimkehrerin Franziska: Hamburg wurde zu groß

  09. November 2020


Viele Menschen hat es in den vergangenen Jahren aus ihrer Heimat weggezogen, um woanders ihr Glück zu suchen. Die Gründe dafür waren häufig beruflicher und weniger persönlicher Natur. Viele von ihnen möchten nun zurückkehren - oft gut ausgebildete Arbeitskräfte, die unsere Region so dringend benötigt. Zuhause ist’s eben am schönsten - das wissen nicht nur wir, sondern auch Franziska Ehrt. Sie hat ihren Plan zur Rückkehr in die Tat umgesetzt. 

Seit kurzem ist als Assistenz der Geschäftsführung Teil unseres Teams. Welche konkreten Beweggründe sie zurück nach Hause brachten, was Heimat für sie bedeutet und was echte Lebensqualität ausmacht, hat sie uns im Gespräch verraten.

Franzi, erzähl doch mal etwas über dich.

Ich wuchs in Neubrandenburg auf und ging dort auch zur Schule.

Du hast zunächst in Grevesmühlen, also weit weg von Neubrandenburg, eine Ausbildung angefangen. Wie kam es dazu?

Nach meinem Schulabschluss wollte ich zunächst raus aus Neubrandenburg, um die Welt zu erkunden. Allerdings wollte ich noch in „Sichtweite“ bleiben und entschied mich daher für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in Grevesmühlen.

Anschließend hat es dich nach Hamburg verschlagen und du hast dort 12 Jahre verbracht. Wie hast du die Zeit dort empfunden?

Bereits während meiner Ausbildung habe ich mit Großstädten wie Hamburg geliebäugelt. Die dortige Hotel-Landschaft, der Tourismus und das Weltstadtflair wirkten damals für mich als 19-jährige unheimlich anziehend. Als dann auch meine beste Freundin den gleichen Gedanken hatte, gab es für mich kein Halten mehr. In den 12 Jahren wurde Hamburg für mich zur Wahlheimat. Dennoch ließ ich den Kontakt zur Heimat nie abreißen und besuchte regelmäßig meine Familie und Freunde.

War dein Wunsch, irgendwann in die Heimat zurückzukehren, schon immer ausgeprägt oder hat sich dieser entwickelt?

Mit Anfang 20 war dieser Gedanke für mich weit weg. Damals wollte ich vielmehr die Welt erkunden. Das änderte sich, als ich mit Ende 20 meinen Freund aus der Umgebung von Neubrandenburg kennenlernte. Gleichzeitig wuchs mein Wunsch, in meiner alten Heimat sesshaft zu werden und das Gefühl, auf der Durchreise zu sein, zu beenden.

Ab wann hast du begonnen, konkreter deiner Rückkehr zu planen? Was war der Grund dafür?

Tatsächlich begann ich dann Anfang 2020 meine Rückkehr konkret zu planen. Plötzlich war mir Hamburg zu groß, mir fehlte die Natur und im Sommer vor allem die Bademöglichkeiten. Insbesondere störte es mich, dass ich das Leben meiner Familie und Freunde in der Heimat nur aus der Ferne miterleben konnte.

Mit welchen Schwierigkeiten hattest du zu kämpfen? Wie hast du sie gemeistert?

Richtige Schwierigkeiten gab es eigentlich gar nicht. Ich nutzte den HeimkehrerTag in Neubrandenburg und setzte mich zusätzlich mit dem Welcome-Center in Verbindung. Dort wurde mir recht schnell ein Job in Feldberg vermittelt. Die einzige Herausforderung war lediglich die passenden Möbel zu besorgen, da in der Coronazeit sämtliche Möbelhäuser geschlossen hatten.

Was lief bei der Rückkehr besser als gedacht?

Erstaunt war ich vor allem über den entspannten Wohnungsmarkt. Das kannte ich von Hamburg nicht!

Welche Vorteile hat es für dich und deine Familie, in der Heimat zu wohnen?

Wo soll ich da anfangen: Zunächst ist es unheimlich beruhigend, jederzeit auf die Unterstützung der eigenen Familie zurückgreifen zu können. Weiterhin schätze ich die spontanen Treffen mit meiner Freundin, die jetzt ohne weiteres möglich sind. Auch die kurzen Wege hier bedeuten für mich eine andere Lebensqualität

Welchen Tipp würdest du anderen geben, die überlegen zurückzukehren?

Wenn jemand ernsthaft über eine Rückkehr nachdenkt: Einfach machen! Es gibt immer einen Grund, weshalb man diese Gedanken hat. Sobald der erste Schritt getan ist, wird vieles einfacher.

Mittlerweile arbeitest du als Assistentin der Geschäftsführung bei GLUTH. Kanntest du das Unternehmen vorher schon? Wie kam der Kontakt zustande?

Die Firma GLUTH war mir als Neubrandenburgerin bereits ein Begriff, eine direkte Verbindung zum Unternehmen hatte ich jedoch nicht. Bis ich die Stellenanzeige sah und mich bei GLUTH bewarb.

Mit welcher Erwartungshaltung hattest du dich bei uns beworben? Sind diese Erwartungen eingetreten?

Die Bewerbung bei einem Handwerksunternehmen bedeutete für mich einen Branchenwechsel. Ich erhoffte mir eine authentische und anpackende Firmenkultur. Meine Erwartungen diesbezüglich wurden nicht enttäuscht. Mir gefällt die lockere und gleichzeitig professionelle Atmosphäre hier. Die Kollegen gehen offen miteinander um und die Entscheidungen sind transparent und nachvollziehbar. Begeistert war ich auch von dem tollen Empfang durch die Kollegen und deren Unterstützung, die mir bei meiner Einarbeitung sehr hilft.

Die Stelle der Assistentin der Geschäftsführung wurde im Unternehmen neu geschaffen. Auch für dich bedeutete diese Stelle einen neuen Schritt in deiner Karriere. Wie erging es dir bislang?

Tatsächlich hatte ich gehörigen Respekt vor dieser Aufgabe. Ich dachte: „Hoffentlich packst du das!“ Nach jetzt nunmehr zwei Monaten ist diese Anspannung deutlich gesunken. Nun freue ich mich, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Das liegt insbesondere an der guten Einarbeitung und der Unterstützung durch die Kollegen. Dadurch konnte ich mich bereits in dieser kurzen Zeit in viele neue Themen erfolgreich einarbeiten und bin gleichzeitig auch entscheidungsfreudiger geworden.

Welche Aufgaben magst du besonders an deiner neuen Stelle?

Zunächst mag ich die Vielseitigkeit meines Aufgabenfeldes, kein Tag ist wie der andere. Besonders viel Spaß machen wir die Aufgabenbereiche Recruiting, Controlling und Fuhrparkmanagement.

Franzi, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Dir weiterhin viel Spaß und Erfolg in unserem Unternehmen!

 

Hast du ebenfalls den Wunsch, zurückzukehren und bist auf der Suche nach der passenden beruflichen Chance? Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen! Besuche uns in 2021 auf der Rückkehrermesse in Neubrandenburg. Jetzt Heimvorteile sichern!

Weitere Informationen auf: heimkehrertag.de

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